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Ratgeber Furnier

Eigenschaften

Das Wort Furnier entstand bereits im 16. Jahrhundert. Es ist dem französischen Wort "fournir" nachempfunden, welches in etwa "liefern" oder "mit etwas versehen" bedeutet. Furnier wird durch verschiedene Säge- und Schneidverfahren aus Echtholz gewonnen. Dafür werden Blätter aus Holz in der Regel mit einer Stärke von 0,3 bis 6 mm, vom Stamm abgetrennt. Das auf diese Weise gewonnene Blatt aus wertvollem Holz wird auf ein weniger wertvolles Holz aufgeleimt, Letzteres wird also mit einem Furnier belegt bzw. furniert. So entstehen beispielsweise Furniermöbel. Für furnierte Möbel spricht etwa die Haltbarkeit, die bei Beachtung der Reinigungs- und Pflegehinweise des Herstellers durchaus 15 Jahre und mehr betragen kann.

Die Verwendung von Holz ist ökologisch sinnvoll, denn Holz ist ein Kohlenstoff- und Energiespeicher. Somit helfen Furniermöbel ebenso wie Massivholzmöbel, den Treibhauseffekt zu minimieren. Das Naturprodukt Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Weltweit wachsen rund 40.000 verschiedene Holzarten, von denen sich jedoch nur etwa 600 zur Möbelherstellung, davon wiederum nur circa 200 zur Furnierherstellung eignen. Um Furnier zu gewinnen, werden vorwiegend schön gemaserte Hölzer verwendet, die außerdem über eine interessante Färbung verfügen. Je nach Verwendungszweck wird auch auf eine makellose Struktur geachtet. Zudem spielen Festigkeit, Zähigkeit und Gewicht für die Verarbeitung eine Rolle.

Zur Gewinnung von Echtholzfurnier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Nach der Art der Herstellung wird Furnier in Sägefurnier, Messerfurnier und Rundschälfurnier unterschieden. Zudem lassen sich Furniere nach ihrer Nutzung in Edel- bzw. Deckfurniere, Unterfurniere, Blindfurniere und Absperrfurniere unterscheiden. Einfache Furniere werden meist durch das Schälen von Rundholz hergestellt. Sollen dekorative Furnieroberflächen entstehen, so finden meist gemesserte oder gesägte Furniere Anwendung.

Die Verwendung von Furnieren ist sehr ressourcenschonend. Aus einem einzigen Holzstamm können mehrere tausend Quadratmeter Furnier gewonnen werden. Die Verwendungsbereiche von Furnierholz sind vielfältig. Neben der Möbelproduktion werden Furnierhölzer auch bei der Herstellung von Platten und Musikinstrumenten sowie als Wandverkleidung und als Interieur von Autos, Flugzeugen und Schiffen verwendet.

Besonderheiten

Auch wenn das Wort Furnier seine Wurzeln erst im 16. Jahrhundert hat, sind Belege für die Verwendung der Furniertechnik weit älter. Belegt ist die Verwendung von Furnier durch die Ägypter, die auf das Jahr 1332 vor Christus zurückführt. Unterstützt wird diese Annahme durch die Entdeckung des Grabmales von Tutanchamun 1922 im Tal der Könige durch Howard Carter. In dem nahezu ungeplünderten Grab wurden furnierte Möbelstücke als Grabbeigaben gefunden, die als Zeitzeugen der altertümlichen Furniertechnik dienen. Die Verwendung von Furnier war sicher der Tatsache geschuldet, dass Ägypten bereits damals sehr waldarm war. Edle Hölzer waren begehrt, aber rar, woraus der ökonomische Umgang mit diesem Werkstoff resultierte. So wurden aus edlem Holz feine Brettchen geschnitten, welche wiederum mit Kleber und feinen Holzstiften auf optisch weniger ansprechenden Holzflächen befestigt wurden. Auch in späteren Epochen gewannen furnierte Möbel immer wieder an Bedeutung.

In der heutigen Zeit ist die Auswahl an Möbeln größer denn je. Furniermöbel sind eine kostengünstige Alternative zu Massivholzmöbeln. In Optik und Haptik kommen die Furniere dem Massivholz sehr nahe. Jedoch gibt es auch bei den Furnieren Unterschiede. Kategorisiert werden Furniere nach der Art der Herstellung sowie der Nutzung. Um dieses hochwertige Material vor Abnutzung und Umwelteinflüssen zu schützen, werden auch Furniermöbel mithilfe von Lacken, Ölen, Wachsen, Beize oder anderen Methoden versiegelt.

Da Furnier ein Naturprodukt ist, das anhand der Maserung die Lebensgeschichte des Baumes widerspiegelt, ist jedes Furniermöbel ein Unikat. Farb- und Strukturunterschiede sind bei den Echtholz-Oberflächen ebenso vorhanden wie bei Massivholzmöbel. Auch bei Furniermöbeln stellt dies keinen Grund zur Reklamation dar. Ebenso wie Massivholzmöbel verändert sich die natürliche Farbe von Furniermöbeln durch Licht- und Sonneneinwirkung. Helle Hölzer, etwa Nadelhölzer, neigen bei Sonneneinstrahlung dazu nachzudunkeln, dunkles und dunkel gebeiztes Holz hingegen bleicht aus. Um unschöne helle oder dunkle Flecken durch Lichteinwirkung zu vermeiden, sollten besonders in den ersten Monaten eventuelle Dekorationsgegenstände häufig verschoben werden und es sollte auf gleichmäßige Lichtverhältnisse geachtet werden.

Zu Schäden an Furniermöbeln kann es auch durch das Abstellen schwerer und/oder scharfkantiger Gegenstände und die Einwirkung von Wärme sowie Flüssigkeiten jeglicher Art kommen. Ebenso schädlich sind Weichmacher, z. B. in Wecker- oder Lampenfüßen. Vermeiden Sie das Abstellen solcher Gegenstände, entfernen Sie Flüssigkeiten sofort und verwenden Sie geeignete Untersetzer, etwa nicht Wärme leitende.

Frisch mit scharfer Lauge oder chemisch gereinigte Teppiche können die Beizfarben und Lacke von Tisch- und Stuhlbeinen ablösen, wodurch sich Verfärbungen des Teppichbodens ergeben können. Beachten Sie dies bitte bei der Gestaltung Ihrer Wohnräume.

Die offenporige Struktur des Furniers reguliert die Luftfeuchtigkeit und beeinflusst das Raumklima positiv.

Unterschiede in Farbe und Struktur treten hauptsächlich zwischen Furnier und Massivholzkombinationen, zwischen Hirn- und Langholzverbindungen sowie zwischen Tischplatten und Umleimern auf. Kenner schätzen diese natürliche Einmaligkeit, die jedoch keinen Reklamationsgrund darstellt. Reklamationen, die sich auf die genannten materialbedingten Farbunterschiede beziehen, werden nicht berücksichtigt. Durch mechanische Belastung können auch bei deckend lackierten Oberflächen im Laufe des Gebrauchs Haarrisse an den Holzverbindungsstellen auftreten. Diese sind unvermeidbar und können ebenfalls nicht reklamiert werden.

Auch Echtholzfurnier wird mit Lacken, Ölen, Wachsen, Beize oder anderen Methoden behandelt, um durch diese Oberflächenveredelung die Maserung und sonstige Charakteristika besonders hervorzuheben sowie den hochwertigen Werkstoff vor Abnutzung und Umwelteinflüssen zu schützen. Besonders dekorativ wirkt sich die Verarbeitung von Splintholz aus. In unterschiedlichen Anteilen verarbeitet, kommt es zu einer einzigartigen Optik mit Unikatcharakter – kein Möbel gleicht dem anderen. Resultierend daraus können Farbabweichungen zu Farbmustern sowie bei Nachbestellungen auftreten, welche sich im Laufe der Zeit angleichen können. Auch dies stellt keinen Grund zur Beanstandung dar. Modellabhängig variieren die Verarbeitungsmethoden, was etwa zu vertikalem und horizontalem Furnierverlauf führt. Als industrieller Standard gilt der "gestürzte" Furnierzuschnitt zwischen Türen, Seitenteilen oder Schubkästen. Auch hier kommt es meist zu Farb- und Strukturunterschieden, die charakteristisch für den natürlichen Werkstoff sind. Farb- und Strukturunterschiede sind warentypische Merkmale, die für die Echtheit des natürlichen Materials bürgen. Sie bieten keinen Anlass für Reklamationen.

Furnier ist ein Naturprodukt, welches keinesfalls mit Folien aus PVC, Papier oder Ähnlichem verwechselt werden darf. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich dieses natürliche Material von Fall zu Fall unterscheidet und jedes Möbel zum Unikat macht. Unterschiede in Farbe und Struktur sind nicht nur möglich, sondern werden teilweise sogar bewusst als Gestaltungselement verwendet. Um den hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, werden für Furniermöbel nur Furniere der besten Hölzer verwendet. Dabei wird darauf geachtet, dass es sich um Hölzer aus kontrollierter Waldwirtschaft sowie von Plantagen handelt. So kann sichergestellt werden, dass äußerst schonend mit Ressourcen umgegangen wird.

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir für die aufgeführten Fälle und alle selbst verursachten Schäden keine Haftung übernehmen können.

Unterscheidungskriterien

Furniere werden nach der Art der Herstellung in Sägefurnier, Messerfurnier und Rundschälfurnier sowie nach ihrer Nutzung in Deckfurnier, Unterfurnier, Blindfurnier und Absperrfurnier unterteilt.

Sägefurnier

Das Sägefurnier stellt die älteste Furnierform dar. Durch Sägen werden Furnierblätter vom Baumstamm abgetrennt. In der vorindustriellen Zeit waren für dieses Verfahren mehrere Personen erforderlich, die mit einer Rahmensäge die Furnierblätter vom Baumstamm abtrennten. Abgelöst wurde diese Prozedur Anfang des 19. Jahrhunderts, als die ersten mit Dampfkraft betriebenen Furniersägen entwickelt wurden. In England und Amerika handelte es sich um hochspezialisierte Kreissägen mit bis vier Meter großem Sägeblattdurchmesser. In Kontinentaleuropa hingegen setzten sich Gattersägen durch, um das Sägefurnier zu gewinnen. Die Hochzeit der Sägefurniere war um 1900 mit der höchsten Entwicklungsreife der Furniersägen erreicht. Sie wurden jedoch zu diesem Zeitpunkt durch die verlustfreie Herstellung gemesserter Furniere vom Markt verdrängt. Dies resultierte zum Teil auch aus den hohen Verlusten, die je nach verwendetem Sägeblatt und in Abhängigkeit von der produzierten Furnierstärke, zwischen 50 und 80 % des Stammes lagen. Doch es spricht auch viel für Sägefurniere. Beispielsweise behält Sägefurnier die natürliche Holzfarbe, wogegen Messerfurnier sich farblich stark verändert. Zudem neigt Messerfurnier zur verstärkten Rissbildung sowie zu Brüchen, Sägefurnier hingegen nicht. Die hohe Härte vieler Hölzer ermöglicht lediglich die Gewinnung von Sägefurnier. Sägefurnier eignet sich aufgrund seiner Stärke von 1,2 bis 10 mm gegebenenfalls zur Aufarbeitung bei eventuellen Beschädigungen. Somit ergibt sich für Möbel, die mit Sägefurnier versehen sind, eine höhere Lebensdauer gegenüber Möbeln, die mit Messerfurnier belegt sind.

Messerfurnier

Zur Herstellung von Messerfurnier werden die Baumstämme erst gekocht oder gedämpft, um die Rissbildung zu verringern. Danach werden sie auf einem Schlitten eingespannt. Dieser bewegt sich horizontal oder vertikal gegen ein Messer. Eine weitere Variante stellt ein sich bewegendes Messer dar, bei dem der Stamm in einer festen Position verharrt. Durch jeden Messervorgang wird ein Furnierblatt erzeugt. Hier wird unterschieden zwischen Schwachschnittfurnier mit einer Stärke von 0,4 bis 0,7 mm und Starkschnittfurnier, welches bis zu 6 mm stark sein kann. Hinsichtlich der Ökonomie verliert Starkschnittfurnier jedoch immer mehr an Bedeutung. Zudem sind sehr schwere Maschinen erforderlich. Starkschnittfurniere haben allerdings gegenüber Sägefurnieren den Vorteil, dass der hohe Verlust durch den Sägeschnitt entfällt. Starkschnittfurnier eignet sich durch die häufige Rissbildung sowie die Neigung zu Brüchen lediglich für minderwertige Anwendungen, wie etwa das Absperren von Holzflächen, da durch die sogenannten Messerrisse eine beständige Behandlung der Oberfläche nicht möglich ist. In Japan wurde die Herstellung von Messerfurnier derart perfektioniert, dass sogenannte Micro-Furniere mit Stärken zwischen 0,1 und 0,2 mm hergestellt werden können. Diese Furniere sind jedoch so dünn, dass sie nur in Verbindung mit Kaschierfolien als Unterlage verwendet werden können.

Rundschälfurnier

Wie beim Messerfurnier werden die Baumstämme zur Gewinnung des Schälfurniers erst gekocht oder gedämpft. Dadurch wird das Holz geschmeidiger und die Rissbildung soll verringert werden. Nachteil dieser Vorgehensweise ist jedoch, dass die natürliche Holzfarbe verloren geht. Die Verarbeitung ohne diese Vorbehandlung ist lediglich bei einigen wenigen weichen Hölzern möglich. Im nächsten Schritt wird die Rinde vom Stamm entfernt, der Stamm wird entrindet. Nun wird der Stamm wie eine Walze drehbar eingespannt, damit er sich um die eigene Achse gegen einen Messerbalken drehen kann. In diesem Prozess wird ein Furnierband vom Baumstamm abgetrennt. Dadurch entsteht nur ein geringer Verlust, da der Stamm auf einmal in einem Arbeitsgang nahezu abgewickelt wird. Daher ist auch die aufgewendete Zeit zur Herstellung des Furniers im Vergleich zu den anderen am geringsten. Das Rundschälfurnier wird meist zu 0,5 bis 1,5 mm dicken Furnierblättern verarbeitet. Diese einzelnen schmalen Furnierblätter werden durch senkrecht schlagende oder rotierende Messer aus dem Furnierband gewonnen, um dann zu plattenförmigen Holzwerkstoffen, wie Furniersperrholz, Schichtholz oder Stabsperrholz, aber auch zu Formsperrholz, Furnier aus Vogelaugenahorn und aus Maserknollen weiterverarbeitet zu werden. Furniere aus Vogelaugenahorn und Maserknollen sind selten vorkommende Sonderformen, die mit ihrer besonderen Optik punkten.

Edel- bzw. Deckfurnier

Durch das Belegen von Plattenmaterial oder anderen Materialien mit Deckfurnieren wird eine edle Holzoptik erzeugt. Es werden sowohl Messer- als auch Sägefurniere verwendet. Um die edle Holzoptik zu erzeugen werden vorrangig wertvolle Hölzer, wie Buche und Eiche verwendet. Jedoch wird auch das Holz von Ahorn, Birke, Esche, Kirsche, Nuss- und Nadelbäumen zu Deckfurnier verarbeitet. Besonders beliebt ist der Einsatz der teuren Maserfurniere. Dieses spezielle Furnier besteht aus Maserholz, welches aus Maserknollen gewonnen wird, die sich oft durch unkontrollierte Wucherungen an den Veredelungsstellen bzw. Pfropfstellen bilden. Dieses Maserfurnier wird fälschlicherweise häufig als Wurzelfurnier bezeichnet. Deckfurnier wird im Sichtbereich verwendet, weshalb das Furnier häufig zu dekorativen Bildern zusammengesetzt wird. Besonders ästhetische Beispiele für kunstvolle Deckfurniere wurden in verschiedenen Epochen der Kunstgeschichte, etwa dem Louis-seize oder dem Biedermeier, geschaffen.

Unterfurnier

Unterfurniere finden bei besonders hochwertigen Arbeiten Anwendung. Unterfurniere werden als zusätzliche Trennschicht zwischen Trägermaterial und Deckfurnier eingebracht. Das Unterfurnier wird in der Maserungsrichtung um 90° gedreht, damit Schäden des Trägermaterials nicht durchschimmern oder damit sich die Leimfugen der eventuell vorhandenen Anleimer nicht abzeichnen. Da das Unterfurnier nicht sichtbar unter dem Deckfurnier verwendet wird, wird meist Messerfurnier minderer Qualität verwendet.

Blindfurnier

Blindfurniere sind Gegenzugfurniere, die nach dem Einbau des Werkstückes nicht mehr sichtbar sind. Klassisches Beispiel für die Verwendung von Blindfurnier sind die Innenseiten eines Sockels. Die Verwendung von Blindfurnieren wird nötig, da sich sonst im Laufe der Zeit die Unterlage durch die einseitige Furnierung im Sichtbereich verziehen könnte. Als Blindfurnier werden meist Furniere minderer Qualität verwendet, etwa mit optischen Fehlern, da sie nicht im Sichtbereich verwendet werden.

Absperrfurnier

Absperrfurniere werden bei der Herstellung von Platten verwendet. Das Furnier soll die Platte absperren, also weitere Bewegungen und Veränderungen der Trägerplatte verhindern. Besonders häufig wird Absperrfurnier auf Tischlerplatten aufgezogen. Tischlerplatten bestehen aus langen, schmalen Holzstäben. Darauf wird das Absperrfurnier in der Maserung um 90 ° gedreht aufgeleimt. Hierfür werden meist größere Breiten benötigt, weshalb meist dicke Schälfurniere verwendet werden.

Reinigung & Pflege

Allgemeine Reinigung

Echtholzfurnier erhält für eine dekorative Optik und eine angenehme Haptik sowie zum Schutz gegen äußere Einflüsse eine Oberflächenbehandlung etwa mit hochwertigen Ölen oder Lacken. So stehen sie den Massivholzmöbeln in nichts nach. Die natürliche Oberfläche der Massivholzmöbel und Furniermöbel erfordert ähnliche Pflege. Bei der Reinigung sollte daher kein Druck ausgeübt werden, da es sonst zu unschönen Gebrauchsspuren kommen kann. Diese oberflächlichen Spuren geben keinen Anlass zu Reklamationen.

Zum Entfernen von Staub oder leichten Verschmutzungen eignet sich ein trockenes Tuch aus Wolle oder Leder. Stärkere Verschmutzungen werden mit einem nebelfeuchten Tuch abgewischt und anschließend mit einem trockenen, weichen Tuch getrocknet, um spätere Farbabweichungen zu vermeiden. Auf die Verwendung von chemischen oder bleichenden Reinigern, Scheuermitteln oder gar Dampfreinigern sollte verzichtet werden, um die hochwertige Oberfläche der Furniermöbel nicht zu schädigen. Von der Verwendung von Mikrofasertüchern wird abgeraten, da diese die schützende Oberfläche der Furniermöbel auf Dauer schädigen.

Verwenden Sie zur Pflege Ihrer Furniermöbel spezielle Holzpflegemittel. Vermeiden Sie aggressive Sprays und Polituren. Durch die Verwendung von Polituren oder zu feuchten Lappen können etwa bei großporigen Hölzern Staubpartikel und Politurrückstände die Poren verstopfen. Als Resultat entsteht ein unschöner Grauschleier.

Nasses Holz, etwa während der Einwirkzeit von Pflegeöl, ist extrem druckempfindlich. In diesem Zustand kann selbst ein Fingernagel einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Flecken und Wasserrückstände

Wie bei Massivholzmöbeln gilt auch für Furniermöbel die Tatsache, dass lackierte Oberflächen besser im täglichen Gebrauch geschützt sind als etwa geölte. Unabhängig von der Oberflächenveredelung sollten Flecken und Wasserrückstände schnellstmöglich mit einem sauberen, trockenen oder nebenfeuchten Wolltuch entfernt werden. Im Anschluss sollten Sie mit einem trockenen Tuch nachwischen, um Schäden an der Oberfläche zu vermeiden.

Stärkere Verschmutzungen

Stärkere Verschmutzungen, etwa durch Tinte, Faserstifte, Kugelschreiber, Stempelfarbe und Obst, sollten unbedingt vermieden werden. Sollte es trotzdem zu derartigen Verunreinigungen kommen, ist es zwingend erforderlich, diese sofort zu entfernen. Auch hier hilft ein sauberes, nebelfeuchtes Tuch, mit dem die Verschmutzung aufgetupft wird, anschließend, mit einem trockenen Tuch nachwischen, keinesfalls reiben.

Rückstände

Je nach Art der Verunreinigung kann sich die herkömmliche Reinigung als unzureichend erweisen. Hier wirken rückfettende Pflanzenölseifen oder spezielle Möbelseifen meist Wunder. Die Verwendung von Seife erhält die schützende Ölschicht der Oberfläche. Beachten Sie auch die Angaben des Herstellers.

Vertiefungen und kleine Kratzer

Ist das Furniermöbel durch Vertiefungen und kleine Kratzer unansehnlich geworden, kann mit Holzwachs oder einem Wachsstift nachgeholfen werden.

Unterhaltspflege

Die Unterhaltspflege der Furniermöbel deckt sich mit der Unterhaltpflege von Massivholzmöbeln. Geölte Oberflächen sollten regelmäßig mit Pflegeöl, gewachste Oberflächen mit Pflegewachs nachbehandelt werden.

Im Zweifelsfall ist bei größeren Problemen der Fachmann die beste Anlaufstelle.

Sonstiges

Furnier gehört zum Edelsten, was aus Holz hergestellt werden kann. Früher waren Furniermöbel nur dem Adel und sehr reichen Bürgern vorbehalten, heute sind sie für jedermann erschwinglich und eine kostengünstige Alternative zu Massivholzmöbeln. Viele der verschiedenen Oberflächenbehandlungen, denen Massivholzmöbel unterzogen werden, sind auch bei furnierten Möbeln erhältlich, etwa lackiert oder geölt.

Die Auswahl an Möbeln ist heutzutage schier unendlich, für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel findet sich das passende Exemplar. Hier den Überblick zu behalten, ist gar nicht so einfach. Holzimitationen auf Papier oder Folie sollen durch Nachahmung dem Endkunden die Echtheit vorgaukeln. Durch Prägungen wird sogar der Tastsinn in die Irre geführt. Um diese Plagiate zu enttarnen, hat sich der Handel dazu entschieden, Furniermöbel mit einem eigens entwickelten Furniersiegel zu adeln. Somit wird dem Kunden das Erkennen eines furnierten Möbels vereinfacht. Auf online-moebel-kaufen.de, dem Online-Shop der Möbel Letz® GmbH finden Sie dieses Siegel im Typenplan und/oder Prospekt des entsprechenden Möbels.

Bitte beachten Sie stets die Pflege- und Reinigungshinweise des Herstellers, damit Ihnen eventuell bestehende Garantieansprüche nicht verloren gehen und um etwaige Schäden zu vermeiden.

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